• info@ferien-tagebuch.de

Island vom 15.02. bis 22.02.2020

Island vom 15.02. bis 22.02.2020

Samstag, 15. Februar 2020
Für die anstehende Island Reise musste ich früh aufstehen, nach nur vier Stunden Schlaf klingelte der Wecker um 02:30 Uhr. Ich machte mich für die Abreise fertig und um 03:30 Uhr brachte mein Papa mich mit dem Auto nach Düsseldorf zum Flughafen. Den Airport in Düsseldorf erreichte ich gegen 04:25 Uhr. Bereits beim Einchecken teilte man mir mit, dass der erste Flug von Düsseldorf nach Kopenhagen etwa eine Stunde Verspätung haben wird. Ich vertrieb mir die Zeit am Flughafen und frühzeitig suchte ich den Abflugbereich auf. Gegen 06:40 Uhr sollte dann der Einstieg in das Flugzeug beginnen. Nachdem ein Defekt an dem Flugzeug festgestellt wurde, verschob sich der Einstieg in die Maschine um weitere 35 Minuten. Als alle Probleme beseitigt waren erfolgte der Einstieg und um 07:42 Uhr startete das Flugzeug in Richtung Kopenhagen. Nach einer Flugzeit von gut einer Stunde landete die Maschine um 08:46 Uhr in Kopenhagen. Mein Anschlussflug nach Reykjavik hatte ebenfalls Verspätung und wartete auf zahlreiche Fluggäste aus der „Düsseldorfer Maschine“. Da der Flug aus Düsseldorf am Terminal A21 landete und der Weiterflug nach Reykjavik vom Terminal A22 erfolgte, war der Umstieg in wenigen Minuten erledigt und bereits um 09:07 Uhr hob das Flugzeug in Richtung Island ab. Nach einer Flugzeit von gut drei Stunden landete die Maschine um 11:12 Uhr Ortszeit in der isländischen Hauptstadt, auf dem Flughafen Keflavik. Nachdem ich mein Gepäck erhalten hatte, kaufte ich mir ein Busticket und nach einer kurzen Wartezeit ging es um 12:25 Uhr mit dem Flybus in Richtung Innenstadt. Nach einer Fahrzeit von rund 50 Minuten erreichten wir den Busterminal Reykjavík BSI und dort stieg ich in einen Minibus um, der mich direkt zur Bushaltestelle Nummer 14 / Skúlagata brachte. Gegen 13:30 Uhr erreichte ich die Bushaltestelle und ich machte mich auf den etwa 400 Meter langen Weg zu meiner Unterkunft. Ich wurde von meinem Gastgeber sehr freundlich empfangen und ich zog in mein Apartment ein. Nachdem ich mich eingerichtet hatte, unternahm ich einen ersten Spaziergang durch Reykjavík und ich kaufte im Supermarkt Proviant ein. Nach einer längeren Pause machte ich mich für die Polarlichter Jeep-Tour fertig. Gegen 20:15 Uhr verließ ich mein Apartment und ich machte mich auf den Weg zur Bushaltestelle Skúlagata. Dort warteten schon zahlreiche Touristen, die ebenfalls eine Polarlichtertour gebucht hatten. Vier unterschiedliche Tour Veranstalter nutzten die Bushaltestelle als Treffpunkt und sammelten dort ihre Reisegäste ein. Um 20:35 Uhr kam mein Jeep und mit rund 15 Touristen machten wir uns auf den Weg. Wir fuhren etwa 40 Kilometer aus Reykjavik heraus und nach einem kleinen Zwischenstopp erreichten wir den für heute gewählten Aussichtspunkt. Es war sehr windig und sehr kalt und Polarlichter waren zunächst nicht zu sehen. Unsere Tour Guides servierten uns Kakao und Kekse, gegen 23:00 Uhr bekamen wir dann die ersten Polarlichter zu Gesicht. Zwar waren die Polarlichter nicht sehr ausgeprägt, dafür waren sie aber statisch und man konnte sie gut beobachten. Gegen Mitternacht verließen wir den Aussichtspunkt und wir machten uns auf den Rückweg nach Reykjavik. Gegen 00:45 Uhr verließ ich den Jeep an der Bushaltestelle Skúlagata und ich machte mich auf den Weg zu meiner Unterkunft. Gegen 01:40 Uhr endete ein sehr langer Tag.

 

Sonntag, 16. Februar 2020
Nachdem ich ausgeschlafen hatte, machte ich mich gegen 09:00 Uhr für den Tag fertig und um 09:50 Uhr verließ ich mein Apartment. Für den heutigen Tag war eine Stadt Tour durch Reykjavik geplant und am Abend eine Polarlichter Tour in einem Minibus. Mein Spaziergang führte mich, bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, zunächst an die Promenade von Reykjavik. Von dort hatte ich einen tollen Ausblick auf die umliegende Berglandschaft. Im Anschluss ging ich in Richtung Opernhaus und dann weiter zum Reykjavikurtjön, einem kleinen See im Zentrum von Reykjavik. Anschließend spazierte ich in Richtung Hljömskalagardur. Nach einer längeren Pause ging es weiter durch die Einkaufsstraßen von Reykjavik bis zur Hallgrimskirche, der wichtigsten und größten Kirche in Reykjavik. Nach einem verspäteten Mittagessen besuchte ich die Aussichtsplattform der Kirche, mit einem herrlichen Ausblick auf Reykjavik und das Umland. Nach einer kurzen Verschnaufpause führte ich meinen Spaziergang fort. Gegen 16:00 Uhr kaufte ich im Supermarkt Getränke und Proviant für die nächsten Tage ein. Gegen 16:40 Uhr erreichte ich mein Apartment und ich machte eine Pause. Um 20:15 Uhr verließ ich mein Apartment wieder und ich ging zur Bushaltestelle Nummer 14, von hieraus sollte die heutige Polarlichter Tour starten. Die Geschichte von der Tour ist schnell erzählt. Wir fuhren um 20:30 Uhr rund 80 Kilometer in südliche Richtung, aber leider waren den ganzen Abend keine Polarlichter zu sehen. Im gesamten Westen und Süden Islands war der Himmel komplett wolkenverhangen. Gegen 00:15 Uhr war die Tour beendet und ich machte mich auf den Weg zu meinem Apartment. Nachdem ich geduscht hatte, ging ich ins Bett.

          

Montag, 17. Februar 2020
Als ersten Tagesausflug hatte ich mir eine Tour nach Snaefellsnes Peninsula ausgesucht. Der Snaefellsnes Nationalpark liegt rund 160 bis 180 Kilometer nördlich von Reykjavik entfernt. Um 06:45 Uhr startete ich meinen Tag und ich machte mich für die Abreise fertig. Gegen 08:00 Uhr verließ ich meine Unterkunft und ich machte mich auf den Fußweg in Richtung Bushaltestelle Skülagata. Pünktlich um 08:30 Uhr wurde ich am Treffpunkt abgeholt und nachdem noch einige Mitreisende zugestiegen waren, verließen wir mit 16 Reisenden Reykjavik in nördliche Richtung. Um 08:45 Uhr fuhren wir durch einen Tunnel, der unter einem Fjord gelegen ist. Um 10:15 Uhr machten wir eine kurze Pause an einem Rasthof und um 10:25 Uhr setzten wir unsere Fahrt fort. Um 10:50 Uhr passierten wir den Eldborg Berg mit seinen Kratern, auf der Strecke begleiteten uns Vulkankrater und Lavafelder. Gegen 11:20 Uhr erreichten wir das Berserk Lavafeld für einen Fotostopp. Es war etwas nebelig und windig, nach 15 Minuten fuhren wir weiter. Es ging weiter durch Schluchten und entlang von schwarzen Lavafeldern. Um 11:55 Uhr stoppten wir am Parkplatz des Kirkjufell, die Berg Attraktion, die am häufigsten in Island fotografiert wird. Vom Parkplatz gingen wir zum Kirkjufellsfoss Wasserfall. Eine schöne Berglandschaft mit einem kleinen und fast eingefrorenen Wasserfall. Gegen 12:20 Uhr fuhren wir weiter. Um 12:37 Uhr machten wir einen Zwischenstopp in einem kleinen Dorf und ich kaufte mir dort einen Snack. Um 13:15 Uhr fuhren wir weiter und um 13:35 Uhr erreichten wir einen Krater Berg im Snaefellsjokull Nationalpark. Wir bewältigten einen steilen und windigen Aufstieg auf den Berg hinauf, belohnt wurden wir mit einem tollen Ausblick. Um 14:00 Uhr fuhren wir weiter, nach kurzer Fahrzeit nahmen wir einen Abzweig auf eine Schotterpiste zum Strand. Um 14:15 Uhr erreichten wir Djupalonssandur, einen schwarzen Vulkan Strand. Wir machten einen schönen Spaziergang zum Strand. Gegen 14:55 Uhr ging es weiter zum Snaefellsjokull Besucherzentrum, dass wir nach sehr kurzer Fahrt erreichten. Um 15:20 Uhr fuhren wir weiter nach Arnarstapi. Das kleine Fischerdorf Arnarstapi erreichten wir gegen 15:30 Uhr. Unsere Reisegruppe machte einen schönen Spaziergang entlang der Küste. Der sehr schöne Spaziergang endete gegen 16:10 Uhr und wir fuhren weiter. Um 16:35 Uhr erreichten wir ein Restaurant und dort gab es ein typisches isländisches Abendessen. Nach dem leckeren Abendessen machten wir uns auf den Rückweg nach Reykjavik. Um 20:02 Uhr kehrten wir nach Reykjavik zurück und ich machte mich auf den Weg in meine Unterkunft. Nachdem ich mir die Bilder vom Tage angeschaut hatte und meinen Tagebucheintrag geschrieben hatte, endete der Tag.

 

Dienstag, 18. Februar 2020
Für den heutigen Tag war ein weiterer Ausflug geplant. Um 08:00 Uhr sollte der Ausflug an die Südküste Islands starten. Der Höhepunkt auf dieser Tagestour sollte die Jokulsarlon Gletscherlagune sein. Um 06:00 Uhr war meine Nachtruhe beendet und ich machte mich für den Ausflug fertig. Gegen 07:30 Uhr verließ ich meine Unterkunft und ich machte mich auf den Weg zum Treffpunkt, der Bushaltestelle Nummer 14 / Skülagata, dort begann der Ausflug pünktlich gegen 08:00 Uhr. Der Minibus startete die Rundfahrt in südliche Richtung. Die Wetteraussichten für den weiteren Tagesverlauf waren gut. Beim Tourstart in Reykjavik war es trocken und windstill, die Temperatur lag bei minus 1 Grad. Der Sonnenaufgang wurde für 09:14 Uhr erwartet. Um 09:08 Uhr erreichten wir die Südküste Islands und wir fuhren weiter in Richtung Selfoss, der größten Stadt an der Südküste mit rund 8.100 Einwohnern. Um 09:14 Uhr wechselten wir von der amerikanischen Erdplatte auf die europäische Erdplatte, Island ist somit auf zwei Kontinentalerdplatten beheimatet. Gegen 09:30 Uhr erreichten wir den Hekla Vulkan, den man leider nur aus größerer Entfernung sehen konnte. Hekla ist der aktivste Vulkan in Island, mit einem Ausmaß von rund 40 Kilometern und einer Höhe von knapp 1.500 Metern. Gegen 10:00 Uhr machten wir einen kurzen Stopp auf einem Rastplatz und um 10:15 Uhr setzten wir unsere Fahrt fort. Um 10:35 Uhr gab es dann für mich ein persönliches Highlight, einen Fotostopp am Eyjafjallajökull Vulkan. Der Eyjafjallajökull ist gut 1.650 Meter hoch und bedeckt eine Fläche von knapp 80 Kilometer. Der letzte Ausbruch datiert aus dem Jahr 2010. Durch seinen Ausbruch wurde er weltbekannt, weil er rund eine Woche den Flugverkehr in Europa zum Erliegen brachte. Nach 10 Minuten fuhren wir weiter und nach 500 Metern machten wir einen nächsten Stopp und wir sahen eine Herde Island Ponys. Nach rund 10 Minuten fuhren wir weiter in Richtung Reynisfjara Black Sand Beach. Den schwarzen Strand erreichten wir gegen 11:30 Uhr. Dieser Strand darf sich wahrlich schwarzer Strand nennen, der Sand ist wirklich kohlrabenschwarz. Ein Schauspiel war auch der starke Wellengang, einmal wurden meine Schuhe kurz unter Wasser gesetzt. Um 12:15 Uhr setzten wir unsere Fahrt an der Südküste in östliche Richtung fort. Die Fahrt in Richtung Jokulsarlon führte durch das größte Lavafeld weltweit, eine wahre Krater- und Mondlandschaft, teilweise mit Schnee bedeckt und von Bergen umgeben. Um 13:50 Uhr machten wir einen kurzen Fotostopp am Hvannadalshnúkur, mit 2.110 Metern der höchste Gipfel Islands. Nach der kurzen Pause fuhren wir weiter in Richtung Jokulsarlon. Nun sollte das Tages Highlight folgen. Um 14:42 Uhr erreichten wir den Parkplatz des Diamond Beach, der sich in unmittelbarer Nähe der Jokulsarlon Gletscherlagune befindet. Der schwarze Sandstrand war übersät mit Eisblöcken und auch im Meer schwammen hunderte von Eisblöcken, die aus der Jokulsarlon Lagune ins Meer gespült wurden. Ein sagenhafter Anblick. Um 15:21 Uhr verließen wir den Strand und wir fuhren zur Jokulsarlon Gletscherlagune, die wir um 15:23 Uhr erreichten. Die Lagune ist 300 Meter tief und sie bietet einen direkten Zugang vom Gletscher zum Meer, wovon wir uns bereits im Vorfeld am Diamond Beach überzeugen konnten. Die Eis Lagune bietet ebenfalls einen imposanten Anblick. Der Lagunen Besuch endete um 16:00 Uhr, ich kaufte mir noch schnell eine Cola und ein Sandwich und dann traten wir die Rückfahrt an. Gegen 18:45 Uhr erreichten wir die Ortschaft Vik, dort machten wir eine 45-minütige Pause, danach setzten wir unsere Weiterfahrt bei Schneeregen fort. Um 19:50 Uhr besuchten wir den Seljalandsfoss Wasserfall. Bei völliger Dunkelheit war der Wasserfall sehr schön beleuchtet. Eine wirkliche Attraktion einen Wasserfall in Dunkelheit zu sehen. Nach 20 Minuten verließen wir den Wasserfall wieder und setzten unsere Weiterfahrt nach Reykjavik fort. Gegen 22:05 Uhr endete der sehr beeindruckende Ausflug für mich an der Bushaltestelle Skülagata und ich machte mich zu Fuß durch das nächtliche Reykjavik auf den Weg in meine Unterkunft. Nachdem ich geduscht hatte und mein Tagebuch aktualisiert hatte, endete der Tag für mich.

 

Mittwoch, 19. Februar 2020
Heute konnte ich ausschlafen, denn der heutige Ausflug zum Golden Circle mit anschließender Polarlichter Tour startete erst um 12:00 Uhr. Gegen 08:30 Uhr klingelte mein Wecker und ich machte mich für den Tag fertig. Nachdem ich gefrühstückt hatte und einen kurzen Spaziergang durch das verschneite Reykjavik gemacht hatte, ging ich in Richtung Bushaltestelle Nummer 14 / Skülagata. Pünktlich um 12:00 Uhr wurde ich an der Bushaltestelle vom Tour Veranstalter Artic Adventures abgeholt. In der vergangenen Nacht hatte es geschneit und zahlreiche Touren konnten nicht stattfinden. Ich hatte Glück, meine Golden Circle Tour konnte stattfinden. Nachdem noch weitere Tourgäste zugestiegen waren, machten wir uns auf den Weg in Richtung Þingvellir Nationalpark (Thingvellir). Die Fahrt zum Nationalpark dauerte etwas länger als geplant, da auf den verschneiten Straßen nur ein geringes Fahrtempo möglich war. Der Nationalpark liegt rund 50 Kilometer nordöstlich von Reykjavik entfernt, den Þingvellir Nationalpark erreichten wir sicher um 13:25 Uhr. Alles war schön winterlich weiß und ich startete meinen Spaziergang durch den Nationalpark. Während meiner Erkundungstour besuchte ich zwei Aussichtsplattformen und um 14:05 Uhr fuhren wir weiter in Richtung Geysir Park. Den Parkplatz des Geysir Park erreichten wir um 15:12 Uhr und ich machte mich sofort auf den Weg zum Geysir, mit dem Namen Strokkur. Strokkur ist der bekannteste Geysir auf Island. Zahlreiche heiße Quellen und der Strokkur Geysir befinden sich auf dem geothermischen Areal. Um 15:45 Uhr war die Besichtigung beendet. Wir fuhren weiter zum Gullfoss Wasserfall. Doch nun wurde es so richtig ungemütlich, binnen Sekunden brach ein Sturm los, der den kleinen Minibus ordentlich durchschüttelte. Das Gelände des Gullfoss Wasserfall erreichten wir um 16:05 Uhr. Es war so stürmisch, dass man kaum aus dem Minibus aussteigen konnte, zusätzlich setzte leichter Schneefall ein. Ich ging trotzdem los und quälte mich zu den beiden Aussichtsplattformen, mit Blick auf den Wasserfall. Es war aber so windig, dass ich kaum die Kamera halten konnte. An schöne Fotos war nicht zu denken, die schlechten Lichtverhältnisse, der Schnee, fast eingefrorene Finger und sehr starke Sturmböen verhinderten leider schöne Fotos. Der Wasserfall ist aber auf jeden Fall sehr schön und im Sommer sicherlich eine Attraktion. Nach einigen Schnappschüssen machte ich mich, durchgefroren und nass, auf den Rückweg zum Bus. Am Bus teilte unser Tour Guide uns dann mit, dass die beiden weiteren Besichtigungen ausfallen müssten. Eine Weiterfahrt in der Region wäre einfach zu gefährlich, da der Sturm hier im weiteren Tagesverlauf noch weiter zunehmen würde. Ebenso musste die für den Abend geplante Polarlichter Tour ausfallen. Der Sturm hatte den gesamten Süden und Westen Islands fest im Griff und wir waren gerade im Sturmzentrum. Bei den Wetterbedingungen hätte eine Polarlichter Tour am Abend auch keinen Sinn gemacht und so fuhren wir gegen 16:50 Uhr wieder nach Reykjavik zurück. Zumindest wurde uns der Reisepreis teilweise erstattet und die Polarlichter Tour sollte morgen nachgeholt werden. Gegen 18:50 Uhr erreichten wir Reykjavik und ich machte einen kleinen Bummel durch das verschneite, aber fast windstille Reykjavik und anschließend ging ich zum Abendessen. Gegen 21:30 Uhr war ich wieder in meiner Unterkunft, ich schrieb meinen Tagebucheintrag und somit endete der Tag.

 

Donnerstag, 20. Februar 2020
Um 06:00 Uhr klingelte mein Wecker und ich machte mich für den Tag fertig, denn heute wollte ich einen Ausflug in das Langjokull Gletscher Wunderland machen. Gegen 07:45 Uhr verließ ich meine Unterkunft und ich war sehr überrascht, dass der Schnee fast völlig verschwunden war. In der Nacht hatte Tauwetter eingesetzt. Ich frühstückte bei meinem neuen Lieblingsbäcker der nur 50 Meter von der Bushaltestelle Skülagata, dem Treffpunkt für den Tagesausflug, entfernt liegt. Pünktlich um 08:30 Uhr war ich am Sammelpunkt und wartete auf meine Abholung. Zahlreiche Ausflugsgäste wurden von diversen Tourveranstaltern abgeholt, nur ich nicht. Ich wartete bis 09:10 Uhr, dann rief ich den Tourveranstalter an. Ich denke, man hatte mich einfach vergessen abzuholen. Der Veranstalter bot mir kostenlos eine Umbuchung für den morgigen Tag an. Ich nahm das Angebot dankend an, denn ich hatte mich schon sehr auf diese Tour gefreut. Im Anschluss machte ich mich auf den Rückweg in meine Unterkunft. Nach einer kleinen Pause verließ ich gegen 11:00 Uhr mein Apartment und ich machte einen Spaziergang durch Reykjavik. Ich schlenderte durch die Straßen von Islands Hauptstadt, ich machte einen Spaziergang an der Strandpromenade und am frühen Nachmittag ging ich zum Mittagessen. Nach dem Mittagessen setzte ich meine Stadterkundung fort und ich besuchte noch zusätzlich einige Geschäfte und eine Kunstgalerie. Gegen 17:30 Uhr war ich wieder in meiner Unterkunft und ich machte eine längere Pause. Für den weiteren Tagesverlauf war die Polarlichter Tour geplant, die gestern wegen der schlechten Witterung abgesagt werden musste. Die Aussichten für die heutige Polarlichter Tour waren im Vorfeld gut. Die Polarlichter sollten laut Vorhersage am heutigen Abend sehr aktiv sein (KP-Wert Stufe 4) und in weiten Teilen Reykjaviks und Umgebung sollte es fast wolkenlos sein. Die Voraussetzungen eine schöne Polarlichternacht zu erleben waren also gut. Im Vorfeld noch ein kleiner Exkurs in Sachen Polarlichter. Die Polarlichter, oder auch Aurora Borealis genannt, sind eine Lichterscheinung, die entsteht, wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwinds auf Stickstoff- und Sauerstoffatome in der Atmosphäre treffen. Für uns sichtbar sind die leuchtenden Lichtbänder insbesondere an den Magnetpolen. Auf Island herrschen primär grüne Polarlichter, die in einer Höhe von rund 100 Kilometern über der Erde entstehen. Da die Polarlichter also in großer Höhe entstehen, ist für die Besichtigung ein klarer Himmel zwingend erforderlich. Zusätzlich sollte die Umgebung, in der man sich befindet, sehr dunkel sein, Licht beeinträchtigt die Sicht auf die Polarlichter zusätzlich. Soweit zur Theorie. Um 20:15 Uhr verließ ich meine Unterkunft und ich machte mich auf den Weg zur Bushaltestelle Nummer 14 / Skúlagata. Gegen 20:30 Uhr stieg ich in einen Minibus ein und nachdem in Reykjavik noch einige Ausflugsgäste zugestiegen waren, fuhren wir in Richtung Süden. In der Nähe des Flughafen Keflavík sollten, aufgrund der Prognosen, an diesem Abend sehr gute Bedingungen für die Sichtung von Polarlichtern herrschen. Nach einer Fahrzeit von rund 60 Minuten stoppten wir in Nähe der Ortschaft Hafnir und warteten auf die Polarlichter. Wir verweilten rund 40 Minuten, in eisiger Kälte, doch die Wolkendichte nahm immer weiter zu. Unser Guide beschloss, den Standort zu wechseln. Wir fuhren in nordöstliche Richtung, nach einer Fahrzeit von rund 30 Minuten stoppten wir auf etwa halber Strecke zwischen dem Flughafen Keflavik und Reykjavik. Gegen 23:00 Uhr erreichten wir einen Aussichtspunkt und ich baute meine Kamera auf. Um 23:12 Uhr dann der große Augenblick, die Polarlichter begannen zu leuchten. Ein echtes Spektakel, die Polarlichter zuckten und flimmerten durch den Nachthimmel und teilweise waren die Lichter extrem stark und standen für mehrere Sekunden am Firmament. Ich war so fasziniert, dass ich fast vergaß, Fotos zu machen. An die richtigen Kameraeinstellungen dachte ich schon gar nicht mehr, dennoch gelangen mir einige ordentliche Fotos. Es war ein tolles Erlebnis, wie die Lichter aus nördlicher Richtung auf uns zu kamen, trotz eisiger Kälte und mit fast eingefrorenen Fingern. Um 23:46 Uhr war die stärkste Aktivität der Polarlichter zu beobachten, für rund 15 Minuten leuchteten die Lichter sehr stark und hellten die Umgebung auf. Um Mitternacht schwächte sich die Aktivität deutlich ab und wir machten uns gegen 00:20 Uhr auf den Rückweg nach Reykjavik. Gegen 01:00 Uhr erreichte ich meine Unterkunft und ich war überglücklich über eine sehr schöne Polarlichter Nacht.

 

 

Freitag, 21. Februar 2020
Für mich endete eine kurze Nachtruhe um 06:00 Uhr. Nachdem ich geduscht hatte, machte ich mich für den Ausflug zum Langjokull Gletscher Wunderland bereit. Die für den gestrigen Tag geplante Tour sollte heute in einem zweiten Versuch nachgeholt werden. Gegen 07:40 Uhr verließ ich mein Apartment und ich ging traditionsgemäß bei meinem Bäcker frühstücken. Um 08:15 Uhr verließ ich die Bäckerei und ich ging zur Bushaltestelle Nummer 14, auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Um 08:40 Uhr fuhr ich mit einem Zubringerbus des Tourveranstalter Reykjavik Excursions zum Reykjavik BSI Busterminal und wechselte dort in einen Reisebus. Um 09:10 Uhr startete der Bus zunächst in östliche Richtung. Das Langjokull Gletscher Areal befindet sich in nordöstlicher Richtung von Reykjavik und es liegt rund 150 Kilometer von der isländischen Hauptstadt entfernt. Um 10:50 Uhr machten wir einen Stopp am Hraunfosser Wasserfall und ich startete einen Rundgang und besuchte zwei Aussichtsplattformen, mit herrlichem Blick auf den Wasserfall. Gegen 11:20 Uhr fuhren wir weiter in Richtung Husafell. Nach einer Fahrzeit von fünf Minuten erreichten wir die Ortschaft. In Husafell machten wir Mittagspause und von dort sollte auch die Fahrt im Monster Truck in Richtung Langjokull Gletscher Wunderland erfolgen. Die Abfahrt zum Gletscher, in dem 20 Tonnen Truck, startete um 12:30 Uhr. Die Fahrt führte durch die schneebedeckte und hügelige Vulkanlandschaft. Um 13:03 Uhr stoppten wir am Gletscher Basiscamp. Nach einem kurzen Fotostopp setzten wir unsere Fahrt um 13:22 Uhr fort. Um 13:38 Uhr erreichten wir den Langjökull Gletscher und die Besichtigungstour durch den Gletscher begann. Der im isländischen Hochland gelegene Langjökull Gletscher ist der zweitgrößte Gletscher Islands und erstreckt sich über eine Fläche von über 900 Quadratkilometern, der Gletscher ist etwa 55 Kilometer lang. Der Langjökull Gletscher befindet sich in einem aktiven Vulkangebiet, zumindest zwei Vulkane befinden sich unter dem Gletscher. Gletscher bilden sich durch Akkumulation von Schnee, der Langjökull entstand vor rund 7.000 Jahren. Die Gletscher Touren starteten erstmalig im Jahr 2015, nach 14 Monaten Tunnelbohrung im Gletscher Areal. Nach einer spannenden und interessanten Gletscher Besichtigung war die Tour um 15:03 Uhr beendet. Mit dem Truck traten wir die Rückfahrt an und erreichten den Parkplatz in Husafell um 15:47 Uhr. Gegen 16:30 Uhr machten wir uns von Husafell mit dem Reisebus auf den Heimweg nach Reykjavik. Um 16:50 Uhr erfolgte eine 15-minütige Pause an einer Thermalquelle, um 17:05 Uhr setzten wir unsere Fahrt fort. In Reykjavik stieg ich um 18:45 Uhr aus dem Bus aus, meine Unterkunft erreichte ich gegen 18:55 Uhr. Nachdem ich mein Tagebuch aktualisiert hatte, packte ich meine Reisetasche für die morgige Abreise.

 

Samstag, 22. Februar 2020
Meine letzte Nachtruhe in Reykjavik war kurz und sie endete für mich um 03:00 Uhr. Ich machte mich für die Abreise fertig und um 04:15 Uhr verließ ich mein Apartment. Ich machte mich letztmalig auf den Weg zu meiner Bushaltestelle Nummer 14 /Skülagata. Der gebuchte Flughafentransfer mit Flybus holte mich pünktlich um 04:30 Uhr ab und via Reykjavik BSI Busterminal ging es in Richtung Flughafen Keflavik. Den Flughafen erreichte ich gegen 05:50 Uhr. Nachdem ich eingecheckt hatte und mein Gepäck aufgegeben hatte, begab ich mich in den Abflugbereich. Pünktlich um 07:46 Uhr startete der Flug mit Icelandair in Richtung Kopenhagen. Das europäische Festland erreichte ich in Kopenhagen gegen 11:35 Uhr Ortszeit. Die Flugzeit betrug somit knapp drei Stunden. Im Abflugbereich in Kopenhagen wartete ich auf meinen Anschlussflug nach Düsseldorf. Der Einstieg in das Flugzeug nach Düsseldorf erfolgte gegen 13:50 Uhr und um 14:09 Uhr ging es von Kopenhagen nach Düsseldorf. Um 15:23 Uhr landete die kleine Maschine der Fluggesellschaft SAS in Düsseldorf. Nachdem ich mein Gepäck erhalten hatte, machte ich mich mit dem Zug um 15:53 Uhr auf die Heimfahrt. Meine Island Reise endete an meinem Heimatbahnhof in Castrop-Rauxel um 16:43 Uhr.

                                                                

ENDE

                                                                                         

                                                                                                                          

                                                           

                                                       

Zur Reiseplanung
-bitte auf das Logo klicken-